Familie Franzen
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Franzen Königsallee – die Marke ist Symbol für eine Familie, die seit 100 Jahren an der Königsallee für herausragende Qualität steht, für Stil und gute Umsätze kämpft. Auch wenn die Grenzen zwischen Firma und Familie fließend sind, steht die Familie an erster Stelle, sie ist Rückhalt und Rückzugsort. Und: Sie ist Garant für den Erfolg, der zudem den Ehrgeiz beflügelt. Die Brüder stehen an der Spitze, die Kinder läuten die vierte Unternehmer-Generation ein.
Familie Franzen – das ist eine feste Größe in der Stadt Düsseldorf, ein Clan im besten rheinischen Sinne.
Hermann Franzen
1940 geboren, ging als 25-Jähriger bereits nach New York. Der Vater von zwei Söhnen und einer Tochter bestimmt seit 45 Jahren die Geschicke der Firma. Er engagierte sich als Präsident der Industrie- und Handelskammer, als Präsident des Einzelhandelsverbandes und des Deutschen Einzelhandels.
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Er ist der Senior, und er hat das letzte Wort, daran lässt Hermann Franzen keinen Zweifel. Seit 45 Jahren steht der zweite der fünf Franzen-Geschwister sechs Tage in der Woche im Geschäft. Er ist das »Gesicht« des ältesten noch existierenden Familienunternehmens auf der Kö, er ist die treibende Kraft. Der 71-Jährige ist ein Mann der Visionen und Strategien. Mutig und mit Weitblick hat der Kaufmann sein Haus ausgebaut, modernisiert, umgewandelt und erweitert. Ihm ist es gelungen, stets die Balance zu wahren zwischen Fortschritt und Kontinuität, neuen und alten Werten. Höchste Qualität – das ist sein oberster Maßstab. Franzen ist ein Solitär, und der Chef, ein Unternehmer der alten Schule. Seinen Kunden den besten Service zu bieten und seinen Mitarbeitern ein Vorbild zu sein – darin sieht der Mann mit dem eisgrauen Haar und dem gepflegt zurückhaltenden Stil seine wichtigsten Aufgaben. Familie und Firma – das sind die Säulen, die Hermann Franzen tragen. Ohne sie kann sich der Porzellan-Liebhaber und großer Fan der hohen französischen Glaskunst sein Leben nicht vorstellen.
Claus Franzen
1956 geboren, trat 1984 in die Firma ein. Er ist verheiratet und hat vier Kinder im Alter von 16 bis 23 Jahren. Er engagiert sich ehrenamtlich als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Königsallee und als Richter am Landesarbeitsgericht und Landgericht Düsseldorf.
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Claus Franzen studierte Betriebswirtschaft, lebte und arbeitete eine Zeit lang in der Schweiz und in den Vereinigten Staaten. Als Vater Hermann erkrankte, zog er zurück auf die Kö. Dorthin, wo er geboren und aufgewachsen ist, wo er dann gemeinsam mit seinem 16 Jahre älteren Bruder Inhaber und Chef der Firma wurde. Das vertraute Zusammenspiel der beiden ist gewiss eines der Rezepte für den Erfolg der Marke Franzen. Für Claus Franzen, den kaufmännischen Experten, stehen immer die Menschen im Mittelpunkt unternehmerischen Handelns. Vor einigen Jahren ist er aus der familieneigenen Immobilie ausgezogen und lebt heute mit seiner Familie im Grünen. »Seine« Kö hat er dennoch täglich im Blick, denn sein Lieblingsplatz ist die Bel Etage. Von den raumhohen Fenstern im ersten Stock des Ladens aus genießt er die unvergleichbare Atmosphäre des Pracht-Boulevards. Sein privates Leben nimmt der Geschäftsmann am liebsten sportlich. Neben dem Beachvolleyball gehört seit 30 Jahren seine große Leidenschaft dem Motorradfahren.
Marietta Franzen
1952 geboren in Duisburg, hat Volkswirtschaft studiert, war als Schülerin und Studentin bereits längere Zeit im Ausland, spricht drei Fremdsprachen und hat ein Faible für alles Frankophile. Sie ist Mutter eines Sohnes und gehört seit der Hochzeit mit Hermann Franzen zur Firma.
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Sie ist der Trendscout, sie hat das richtige Näschen, wenn es um angesagte Marken geht. Marietta Franzen ist in Paris und Mailand unterwegs – stets auf der Suche nach neuen Produkten. Die großen Marken in der Welt der schönen Dinge sind ihr vertraut. »Schon in meiner Kindheit fuhren wir auf die Kö. Meine Mutter sammelte Porzellan und war natürlich Kundin bei Franzen.« Als sie ihren Mann kennenlernte, war sie schnell mit dem Geschäft verbandelt. Sie hat die Goldenen Zeiten in den 80er und 90er Jahren miterlebt, als kostbares Porzellan, Gläser und Besteck oben auf den Wunschlisten standen. Marietta Franzen – geschmacks- und stilsicher – war maßgeblich daran beteiligt, das Sortiment zu erweitern. Die Küchenabteilung ist ihr »Kind«, beim Schmuck hat sie das Sagen. Aus dem Porzellanhaus entwickelte sich ein moderner Concept-Store. »Ich liebe die Firma, auch wenn sie einen sehr fordert« sagt die Liebhaberin der schönen Künste, die ab und an das Fernweh plagt. Dann macht sie sich auf nach China oder Tibet, Arabien oder Afrika und kommt mit aufgeladenem Akku zurück.
Stephanie Kluth-Franzen
Jahrgang 1970, Tochter von Hermann Franzen, verheiratet, Mutter von zwei Söhnen, startete gleich nach dem Abitur durch.
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Keiner hat von ihr erwartet, dass sie als Vertreterin der vierten Generation in die Fußstapfen von Vater und Onkel tritt. Aber Stephanie Kluth-Franzen findet es wunderbar, Bestehendes weiterzuführen und eigene Akzente zu setzen. Sie fing als Auszubildende an, geschenkt wurde ihr nichts. »Im Gegenteil, mein Vater bat die Angestellten, mich nicht mit Samthandschuhen anzufassen.« Die 41-Jährige ist sich bis heute nicht zu schade, im Lager mit anzupacken. Nach Studium und Stationen in New York und Los Angeles hat sie sich eine Nische erobert und auf modernes Design konzentriert. Klare Formen und Linien sind ihr Metier. Heute verantwortet sie die Bereiche Geschenke, Papeterie und Schreibgeräte. Ihr gefällt das Leben als Einzelhändlerin. »Permanent müssen wir uns Neues einfallen lassen, erstklassigen Service bieten und unsere Kunden emotional packen.« Hineingeboren in ein Unternehmen, in dem Fleiß und Disziplin das Leben bestimmen, hat sie sich in der Wohnung über dem Geschäft niedergelassen. Diese Nähe macht es leichter, Familie und Firma zu vereinbaren.
Peter Franzen
Jahrgang 1984, Sohn von Hermann und Marietta Franzen, Diplom-Kaufmann, ist seit 2010 Assistent der Geschäftsführung.
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Schon als Schüler stand er jeden Samstag im Laden – freiwillig, betont er. Die Firma ist Teil seines Lebens, Er wollte nie Kranführer oder Pilot werden, sondern Kaufmann wie der Vater und der Großvater. Peter Franzen hat studiert, Erfahrungen in Beverly Hills und Paris, bei Meissen, einer Unternehmensberatung und einer Bank gesammelt. Seine Kompetenz sieht er im Handelsmanagement mit Schwerpunkt Neue Medien. Er weiß um die Verantwortung, die auf ihm als Junior lastet. Aber es ist sein Lebenstraum, das von den Urgroßeltern gegründete Haus mit heute 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche unternehmerisch zu gestalten. Außerdem ist er wie alle Franzens ein Familienmensch, der jung und dynamisch ist, aber dennoch in der Tradition steht. Als Kind hat er den Brei vom Meissener Streublümchen-Teller gegessen. Heute ist der Zwei-Meter-Mann Feuer und Flamme für ein Panzer-Nashorn der Manufaktur Meissen und die Ming-Drachen, die das Porzellan zieren. Als Großmutter Anneliese mit 96 starb, überlegte der Enkel nicht lange: Er zog in ihre vier Wände ein – über den Dächern der Kö.










